ARTIST AT RESORT - TERM 18

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Im Residenzprojekt Artist At Resort | Term 18, initiiert und künstlerisch begleitet von Bert Gstettner, werden folgende neue Kreationen erarbeitet und präsentiert. Da die Werkschau Ende April 2021, aus bekannten Gründen, leider nicht live im bewährten Studioformat stattfinden kann, werden alternativ die neuen Stücke Online auf Vimeo veröffentlicht: 

Olivia Hild | _melt_
Sebastian Bechinger & Imani Rameses & Lucia Rosenfeld | Terra Incognita
Elena Waclawiczek | Imprints of Relations in Space

Werkschau & Performances
Ohne Publikum: 29. & 30. April 2021 im Tanz*Hotel | Resort 1020 Studio 1 & 2
Online für 60h: 1. Mai 2021 ab 19 Uhr bis 4. Mai 7 Uhr unter Master AAR auf Vimeo TANZ*HOTEL 

Programmheft PDF >>> | Mentoring & Reflexion PDF >>> | Kritik PDF >>>

 AAR T*H-Team
Künstlerische Leitung und Begleitung, Mentoring: Bert Gstettner 
Fotos: Martina Stapf |  | Video: Sigrid Friedmann, Ulrich Kaufmann
Grafikdesign: Kornelius Tarmann, Judith Rataitz
Technische Leitung: Alex Wanko | Organisation: Claudia Bürger
Koproduktion: Tanz*Hotel/Art*Act mit den ResidenzkünstlerInnen

T*H | Artist At Resort - mit finanzieller Unterstützung von: 
Wien-Kultur, Wien-Leopoldstadt, Bildrecht GmbH, Bmkös

PROJEKT 1: 

_melt_
Konzept, Performance, Installation: Olivia Hild 


Fotos: Martina Stapf für T*H-AAR

/ Schmelzen / Strukturen / Zeit /
Obwohl Kristalle eine definierte Ordnung haben - eine definierte Struktur - vibrieren die Atome auf ihrem Platz. Wenn die Temperatur steigt, vibrieren sie mit immer größerer Schwingung bis sie sich aus ihrem Platz heraus schütteln. (nach Feynman, 1963)

Ich sehe das schmelzende Eis und fühle, was es über unsere Zeit aussagt, über den Status Quo. Ich denke über das Scheitern einer linearen Zeitvorstellung nach; über das Schmelzen von Gedankenstrukturen; über Atmung, Verbindung und Perspektive.

_melt_ ist ein hybrides Format aus Performance und Installation. Es folgt Fragen nach einem schmelzenden Körper- und Raumgefühl. Es ist der erste Teil eines mehrteilig angelegten Performance-Research zu Aggregatzuständen und deren Relationen zu Raum, Ökologie und Affekt.

Olivia Hild (A) ist zeitgenössische Künstlerin tätig in den Bereichen Choreografie, Installation, Performance und Tanz. Sie interessiert sich für physische und affektive Zustände (states) und setzt diese in einem erweiterten choreografischen Verständnis in Räume. Sie studierte an der Tanzabteilung der MUK Wien (BA) und bildende Kunst an der Bezalel Akademie Jerusalem (MFA).

www.oliviahild.com 

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PROJEKT 2: 

Imprints of Relations in Space
Konzept, Performance: Elena Waclawiczek


Fotos: Martina Stapf für T*H-AAR

Die Beziehung, das Verhältnis und der Dialog zwischen Körper, Raum und Material ist der Ausgangspunkt für die künstlerische Forschung „Imprints of relations in space“. 

Jede Interaktion zwischen Gegenstand, Material und Körper im Raum ist eine Begegnung. Mein Körper ist nicht nur Subjekt, das über von mir abgetrennte Objekte verfügt. Mein Körper ist selbst Materie, Objekt und Subjekt. Durch die Interaktion und Begegnung mit Raum und Material verorte ich den Körper, sein Potenzial, wodurch der Umraum zum Wirkungsraum meiner Impulse wird. Das Eintreten – der Schritt von der Abwesenheit hin zur Anwesenheit – ist der erste Eindruck den der Körper im Raum hinterlässt – die Luft weicht zurück und verteilt sich neu, der Körper erzeugt durch seine Bewegungen und Begegnungen mit Material und Gegenständen Sound. Alle im Raum, vom Körper ausgelsösten Impulse wirken gleichzeitig auf den Körper zurück – auf mein Wahrnehmen, Fühlen, Handeln.

Elena Waclawiczek (A) ist eine in Wien und Paris lebende bildende Künstlerin, Performancekünstlerin und Choreographin. Charakteristisch für ihre Arbeit ist der subtile, spielerische und zugleich radikale Umgang mit dem menschlichen Körper. In Beziehung und Konfrontation mit Raum, Umwelt, Materialien und Objekten, wird der menschliche Körper sowohl in seiner Dimension als empfindsames, wie Handlungsfähiges Subjekt, wie als Material und Objekt untersucht und in Relation gesetzt. Zentral in ihrer Arbeit ist die Improvisation als Methode und Gegenstand künstlerischer Forschung.

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PROJEKT 3: 

Terra Incognita (Arbeitstitel)
Konzept, Performance: Sebastian Bechinger (Projekt-Initiative | A, UK) & Imani Rameses (A, US) & Lucia Rosenfeld (A, F)


Fotos: Martina Stapf für T*H-AAR

"Ökologisches Denken betrachtet jedes Ökosystem, das es untersucht, innerhalb bestimmter Parameter, nicht unendlich, aber begrenzt und Regeln unterworfen. Aus diesem Grund ziehen es die Ökologen vor, ihre Forschung auf Inseln zu konzentrieren." Matthew Goulish 

Jeder von uns ist angekommen, hat es sicher an dieses Ufer geschafft - wir hoffen, die Reise war nicht zermürbend. Woran erinnerst Du Dich? Kennst Du die Ereignisse der Vergangenheit, weißt Du was im Jetzt zu tun ist? Wie manifestiert sich Deine Erinnerung wenn Du Dich bewegst? Erinnerungsinseln, die durch Bewegungsstrudel und -strömungen miteinander verbunden sind, suchen nach ihrer Entschlüsselung. Wir können an solchen Orten nicht erwarten, dass eine gerade Linie zu unserem Ziel führt. Was lebt auf den Inseln der Erinnerung? Wer und was bewohnt diese Terra incognita?

Sebastian Bechinger (A, UK) ist Performer mit Lehrtätigkeit, speziell Body-Mind Centering® | Imani Rameses (A, USA) ist Tänzerin, Choreografin und Neurowissenschaftlerin | Lucia Rosenfeld (A) ist Tänzerin, Tanzpädagogin und Choreografin. 

www.sebastianbechinger.com | luciarosenfeld.com/

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 Kritik Online-Werkschau
"Ein Stück, das in seiner gesamten Schönheit erst live auf der Bühne ganz zur Geltung kommen kann. (...) Selbst auf dem großen Schirm des TV-Geräts ist das Zuschauen und Aufnehmen anstrengend, erfordert Geduld und Konzentration, in der Gemeinschaft des lebendigen Publikums fällt das leichter." Ditta Rudle (über Imprints of Relations in Space), Tanzschrift >>>