ARTIST AT RESORT - TERM 19

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Im Residenzprojekt Artist At Resort | Term 19, initiiert und künstlerisch begleitet von Bert Gstettner, werden folgende neue Kreationen erarbeitet und präsentiert. Zusammen mit einer „carte blanche“-Residenz und einem Gastauftritt aus dem AAR Term 18, freuen wir uns auf die dreitägige Live-Werkschau, Ende Oktober 2021:

Nina Sandino | How many layers? 
Farah Deen, Olivia Mitterhuemer | Friend.shift
Veronika Kulcsar | Finding (a) Truth
Antonia Steinberger | Time Circle
Elena WaclawiczekImprints of Relations in Space

Werkschau & Performances 28.-30. Oktober 2021
ab 19 Uhr Doors open | ab 19.30 Uhr Performances | ca. 21.30 Uhr Ausklang mit den KünstlerInnen

Covid-19 Präventionsmaßnahmen: Einhaltung der 3G Regeln
Tanz*Hotel | Resort 1020 Studios in der Zirkusgasse 35, 1020 Wien
Eintritt: 16 / 12 Euro | Limitierte Plätze, Reservierung erforderlich

Tickets reservieren:  Ticketteer Tickets

 

 AAR T*H-TEAM
Künstlerische Leitung und Begleitung, Mentoring: Bert Gstettner 
Fotos: Martina Stapf |  | Video: Sigrid Friedmann, Ulrich Kaufmann
Grafikdesign: Kornelius Tarmann, Judith Rataitz
Technische Leitung: Alex Wanko | Organisation: Claudia Bürger
Koproduktion: Tanz*Hotel/Art*Act mit den ResidenzkünstlerInnen

T*H | Artist At Resort - mit finanzieller Unterstützung von: 
Wien-Kultur, Wien-Leopoldstadt, Bildrecht GmbH, bmkoes

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PROJEKT 1: 

How many layers?
Installation, Performance: Nina Sandino (AT)

 "150 Milliarden Kleidungsstücke werden jedes Jahr hergestellt. Wir produzieren mehr und werfen Dinge schneller wieder weg als jemals zuvor"

 Wie können wir unsere heutigen Bedürfnisse erfüllen, ohne künftigen Generationen die Chance zu nehmen sich dieser Frage jemals stellen zu können. Und wieso sollte uns das interessieren? Fürsorge und Achtsamkeit für unsere Kleidung dehnt sich aus auf die Fürsorge und Achtsamkeit für unsere Umwelt und unsere Körper und zeigt unsere Dankbarkeit indem wir die Arbeit der Leute würdigen, die unsere Kleidungsstücke gemacht haben. Diese Installation/Performance ist eine Einladung gemeinsam zu forschen und zu teilen. Eine Gelegenheit zur Langsamkeit und ein Gemeinschaftsgefühl zu finden. Es geht um Intimität und um andere Blickwinkel um so bei uns Achtsamkeit und Fürsorge zu finden.

www.ninasandino.com

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PROJEKT 2: 

Friend.shift
Tanz, Choreografie: Farah Deen, Olivia Mitterhuemer (AT)


Foto: Marko Mestrovic

 Friend.shift ist ein Duett über zwischenmenschliche Beziehungen, die von Höhen und Tiefen sowie Veränderung und Entwicklung geprägt sind. Auch toxische Beziehungen, in denen Abhängigkeit, Neid und Sucht eine große Rolle spielen, interessiert die beiden Tänzerinnen besonders. Welche Rolle spielt die verbindende und heilende Kraft des HipHop und House Tanzes, um eine gesunde Freundschaft aufrecht zu erhalten?  

Farah Deen und Olivia Mitterhuemer verbindet eine 18-jährige intensive Freundschaft. Von Anfang an verbunden durch den Tanz, schildern die beiden Tänzerinnen ihre Herausforderungen, ihre Erfüllungen sowie Enttäuschungen in Hinblick auf eine Freundschaft, die von einer ausgeprägten Leidenschaft begleitet wird. Die Recherche über ein 15-minütiges Kurzstück der beiden hat im Herbst 2021 begonnen und soll 2022 die finale Fassung erreichen. Friend.shift - Urban Dictionary: A word that sociologist Jan Yager invented to explain how friendships change throughout life. 

potpourri.dance

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PROJEKT 3: 

Finding (a) Truth
Tanz, Choreografie: Veronika Kulcsar (AT, D)
Musik: Victor Morato Ribera (AT) | Emma Caterinicchio (US) 


Ausschnitt aus Foto: Thomas Richter

In diesem Solo unternehme ich den Versuch, eine Reise zwischen Innen- und Außenwelt zu tanzen. Wie gestaltet sich das innere Erleben im Verhältnis zu den Einwirkungen der Außenwelt? Wie und wodurch verändert sich die Beziehung zwischen Innen und Außenwelt? Durch welche Vorgänge und Ereignisse verschieben sich Zeit- und Raumempfinden? Finden wir durch die Dialektik zwischen Innen- und Außenwelt einen anderen Ort, einen neuen Zustand, oder bleiben wir immer in der Spannung zwischen den beiden Sphären?

veronikakulcsar.com | Ribera >>> | Caterinicchio >>>

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PROJEKT 4 / Carte blanche Residenz: 

Time Circle
Performance: Antonia Steinberger (AT)

 

Die Feuertänzerin Antonia Steinberger kam 2002 zum ersten Mal mit der Bewegungskunst unter Verwendung des Spinningelements Poi in Berührung, die ihren Ursprung bei den Māori-Frauen, der indigenen Bevölkerung Neuseelands hat. Antonia ließ sich durch Poi in die Welt der zirzensischen Künste, in welcher sie sich auch diverse Disziplinen zwischen Objektmanipulation und Körpertheater aneignete, sowie in die Welt des Tanzes entführen. Ihre gesammelten Erfahrungen lässt sie in ihren Feuertanz einfließen. Ihr Interesse gilt dem Verhältnis des Körpers zum Objekt und wie sie diese in Beziehung setzen kann. Dabei ist der Umgang mit Zeit, Fortschritt, Stagnation, Regression und deren sensibler Ordnung Begleiter ihres Schaffens. Genau diese Prozesse sind es, die sie im Rahmen dieser Arbeit auf die Bühne bringen möchte.

Die neue "carte blanche“ (weiße oder blanke Karte) - Residenzteilnahme kann für Residenz-Projekte eintreten, deren künstlerische Orientierung den AAR-Rahmen zeitgenössischer Tanz-, Choreografie- und Performance Produktion inhaltlich oder aufgrund einer anderen Disziplinenzuordnung erweitern bzw. überschreiten. Eine „carte blanche“ kann ebenso für ein nur grob umrissenes Konzept vergeben werden.

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Gastperformance AAR TERM 18: 

Imprints of Relations in Space
Konzept, Performance: Elena Waclawiczek (AT)


Foto: Martina Stapf 

Jede Interaktion zwischen Gegenstand, Material und Körper im Raum ist eine Begegnung. Mein Körper ist nicht nur Subjekt, das über von mir abgetrennte Objekte verfügt. Mein Körper ist selbst Materie, Objekt und Subjekt. Durch die Interaktion und Begegnung mit Raum und Material verorte ich den Körper, sein Potenzial, wodurch der Umraum zum Wirkungsraum meiner Impulse wird. Das Eintreten – der Schritt von der Abwesenheit hin zur Anwesenheit – ist der erste Eindruck den der Körper im Raum hinterlässt – die Luft weicht zurück und verteilt sich neu, der Körper erzeugt durch seine Bewegungen und Begegnungen mit Material und Gegenständen Sound. Alle im Raum, vom Körper ausgelösten Impulse wirken gleichzeitig auf den Körper zurück – auf mein Wahrnehmen, Fühlen, Handeln.

www.elenawaclawiczek.com | AAR Term 18 >>>